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Niedrigstzins: Wann folgt das Bargeld Verbot?

19.11.13

Permalink 14:09:00 von web317, Kategorien: Sonstiges, BRD

Niedrigstzins: Wann folgt das Bargeld Verbot?

Die Hütte brennt. Die ständigen Versuche seitens der Zentralbanken, das Finanzsystem durch künstliche Manipulation der Zinsen zu stabilisieren, erweisen sich bisher als wenig wirksam. Obwohl die Zinssätze in praktisch allen führenden Industrienationen auf nahezu Null gedrückt wurden, springt die Wirtschaft nicht an. Es ist daher anzunehmen, dass die in Wissenschaftskreisen weit verbreitete Interpretation, man könne durch niedrige Zinsen die Wirtschaft nachhaltig ankurbeln und es würden dadurch auch dauerhaft neue Arbeitsplätze entstehen, grundlegend falsch ist.

Schon logischer erscheint mir da die Erklärung, dass die niedrigen Zinsen die Refinanzierungskosten der Staaten senken sollen um der Politik wieder mehr Spielraum für ein „Weiterwursteln wie bisher" zu ermöglichen. Schaut man sich beispielsweise den Haushalt der Bundesrepublik Deutschland an, so stellt man fest, dass der Schuldendienst bereits heute einer der größten Posten in diesem Haushalt ist. Die Bedienung der Schuldzinsen frisst sich immer tiefer ins Budget des Finanzministers. Ein Anstieg der Zinsen um lediglich 2 oder 3 Prozent würde schon die Handlungsunfähigkeit der Bundesregierung bedeuten und erhebliche Einschnitte oder sogar die Streichung ganzer Haushaltsposten in allen Bereichen erfordern.

...

Die Politik ist jedoch trotz dieser latenten Gefahr nicht Willens zu sparen. Zu sehr hat man die Bürger schon mit teuren Geschenken wie Dauersubventionen und überbordenden Sozialleistungen korrumpiert, als dass man das Rad noch einmal zurückdrehen könnte, ohne abgewählt zu werden. Und davor haben alle Regierenden immer die meiste Angst.

Allein schon deshalb wird man diese Politik so lange weiterführen, wie die Wähler das üble Spiel der schleichenden Enteignung ohne Murren mitmachen. Bereits heute verlieren die Sparer in Deutschland durch die Niedrigzins Politik der Notenbanken jährlich etwa 13 Milliarden Euro. Diese schleichende Enteignung ist der Preis dafür, das System noch etwas am Leben zu erhalten und das scheinbar so angenehme Leben auf Pump, das voll zu Lasten späterer Generationen geht, für einige weitere Tage, Wochen oder Monate zu verlängern. Möglicherweise schafft es das System sogar noch einige kurze Jahre. Danach wird der Katzenjammer aber groß sein.

Die schädlichen Nebenwirkungen der Zinsmanipulation werden nämlich geflissentlich übersehen. Durch die ständigen Manipulationen werden in der Wirtschaft permanent Fehlanreize gesetzt.

Der unverfälschte Zins ist für unsere Wirtschaft nämlich ein unverzichtbarer Kompass. Er stellt sicher, dass die in der Wirtschaft nötigen und gewünschten Investitionen durchgeführt werden und dass genügend Produktionsmittel zur Verfügung stehen. Kapitalintensive Produktionsweisen werden nur möglich, weil vorher Menschen das dafür nötige Kapital angespart haben. Es werden aber gleichzeitig nur solche Projekte angegangen, die sich auch wirtschaftlich rechnen.

Wenn die Zentralbanken gemeinsam mit den Geschäftsbanken den Zins aber nach unten manipulieren, versagt dieser Kompass und es kommt zu dramatischen Fehlsteuerungen im System, die wir alle derzeit beobachten können. Durch niedrige Zinsen wird beispielsweise der Anreiz zum Sparen gesenkt. Der Aufbau eines volkswirtschaftlich wichtigen Kapitalstocks unterbleibt. Das vorhandene Geld wandert vermehrt in den Konsum. Die Gesellschaft betreibt Kapitalverzehr, der die künftige Einkommenssituation negativ beeinflusst. Wenn der Zins sogar negativ wird, werden die Bürger staatlich „entspart“. In dieser Situation befinden wir uns derzeit.

Die niedrigen Zinsen haben aber weitere negative Folgen. So werden beispielsweise Anreize gesetzt, Produktionskapazitäten und Arbeitsplätze zu schaffen, die nur mit diesen niedrigen Zinsen rentabel sind. Als Beispiel seien nur die Überkapazitäten in der Autoindustrie genannt. Etliche Marktteilnehmer in diesem Bereich erwirtschaften nur noch Gewinne aus den damit verbundenen Finanzdienstleistungen wie Leasing oder Kreditkauf. Die reine PKW Produktion ist in Deutschland bei Opel schon defizitär. Auch FIAT oder die französischen Hersteller legen bei jedem Fahrzeug drauf. Um diesen „Aufschwung“ trotzdem in Gang zu halten, müssen die Zentralbanken die Zinsen immer weiter senken und immer mehr Geld in den Markt pumpen. Dies ist erforderlich, um ein Kollabieren des künstlich erzeugten „Aufschwungs“ zu verhindern. Für die Bürger wird der Erhalt des Scheinaufschwungs immer teurer, je länger er dauert. Subventionen wie die Abwrackprämie verstärken diesen Effekt noch. Auch werden die Folgen eines Kollabierens (bust) immer unberechenbarer und folgenschwerer. In dieser Situation befinden sich aktuell fast alle großen Volkswirtschaften weltweit.

Die niedrigen Zinsen führen bei den Marktteilnehmern verstärkt zur Bereitschaft, moralische Risiken einzugehen. Durch die Bereitschaft der Zentralbanken, die Zinsen immer weiter zu senken, wird den Investoren quasi eine Versicherung ihrer Risiken signalisiert. Die Investoren gehen bestimmte Risiken dann auch zunehmend ein, die sie ohne solch eine „Versicherung“ niemals eingehen würden. Das führt zu spekulativen Blasen und Leichtsinn. Wir kennen das aus der US Immobilienblase. Das Finanzmarktgeschehen wird verzerrt, weitere Fehlinvestitionen sind die Folge. Auch dieser Punkt ist also bereits für uns alle sichtbar erfüllt.

Zuletzt stellt der niedrige Zins eine Subvention für unrentable Unternehmen sowie schlecht wirtschaftende Regierungen und Banken dar. Die Produktionsmittel werden dadurch den besser wirtschaftenden Händen vorenthalten und schädigen damit die Wachstumsaussichten der Volkswirtschaften. Diesen Punkt können wir alle spätestens seit 2008 selbst beobachten.

Obwohl dies Alles überdeutlich und für jeden sichtbar stattfindet, reiten die dafür verantwortlichen Regierungen und Zentralbanker weiterhin tapfer das tote Pferd der Niedrigzinsen.

Sie denken überhaupt nicht daran, endlich abzusteigen. Ganz im Gegenteil. Aktuell wird versucht, das tote Pferd per Defibrillator unter Hinzunahme gigantischer „Finanz-Adrenalinspritzen“ wieder zum Laufen zu bringen. Doch das Pferd ist tot und bleibt es auch

Die amerikanische Notenbank FED und der IWF wissen selbstverständlich ganz genau, dass die Politik der niedrigen Zinsen längst gescheitert ist und suchen verzweifelt einen Weg aus diesem Dilemma. Aktuell werden deshalb wieder alte Pläne des IWF von 2004 aus der Schublade gekramt.

Der Plan des IWF beinhaltet Strafzinsen und Strafsteuern sowie die Teilenteignung von Sparern und Immobilienbesitzern. Das Ganze wurde vor einigen Tagen schon in die Medien gebracht. Mit dieser „neuen Idee“ will man die Bürger wieder einmal dazu zwingen, ihr Geld in den Konsum zu stecken und so die Wirtschaft ankurbeln.

Diese Strategie der Zentralbanken, die der Obama Berater Larry Summers bereits mehrfach angedeutet hat, würde über die Einführung von negativen Zinsen zum lang gehegten eigentlichen Ziel des IWF führen.

Das Ziel ist die Abschaffung des Bargelds.

Während einer viel beachteten Veranstaltung des IWF äußerte sich Summers in der Art, dass es auch „weniger als Null Zinsen“ geben könnte. Die bisherigen Maßnahmen des Gelddruckens hätten nach seiner Ansicht nicht gereicht. Er meinte weiter, dass die permanente Geldvermehrung durch die Notenbanken ihren Zweck verfehlen könnten. Gemeint ist damit ein dauerhaftes Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die oben beschriebenen negativen Folgen dieses künstlichen Booms scheinen dabei für Herrn Summers offensichtlich nicht relevant.

Summers hat aber ein großes Problem, das seine Pläne durchkreuzen könnte. Bei einem Zinssatz „unter Null“ würden die Menschen nämlich ihr Geld lieber horten, als es zur Bank zu bringen. Somit würden die Banken den Abzug großer Kapitalmengen verkraften müssen. Gleichzeitig würde der Raubzug nicht alle treffen können.

Als Lösung dieses Dilemmas erscheint der zwangsweise Weg zur bargeldlosen Gesellschaft dann der einzig sinnvolle. Wenn „Geld“ nur noch elektronisch existiert, wird das Horten außerhalb einer Bank unmöglich gemacht. Die Notenbank könnte die Zinsen in diesem Fall weit unter Null drücken und die Menschen so dazu bewegen, mehr Geld auszugeben. Nur mit der Abschaffung des Bargelds würde also die Einführung einer Strafsteuer für Sparer wirklich erfolgversprechend möglich.

Eine kranke Vorstellung unserer völlig abgehobenen Eliten. Die Menschen wären völlig abhängig vom System der Banken. Wer sich nicht fügt, wird per Knopfdruck gefügig gemacht. Wer heute nicht kooperiert ist morgen pleite. Freiheit und Unabhängigkeit sehen für mich völlig anders aus. Orwell war ein verklärter Träumer, wenn man diese Zukunft vor Augen hat.

Solche Szenarien spielt der IWF schon seit 2004 durch. Man verspricht sich davon eine „effizientere Kontrolle der Geldflüsse“. Dieser feuchte Traum der Regierungen und Banken ist kein Hirngespinst, sondern für schwedische Rentner längst Realität. Sie wurden vom Staat bereits gezwungen, ihr Bargeld aufzugeben. Auch die SPD forderte alle Deutschen schon auf, ihr Geld zur Bank zu bringen. Transaktionen von Mobiltelefon zu Mobiltelefon sind inzwischen ein wachsender Markt für Telefonanbieter.

Die Akzeptanz soll durch wissenschaftliche Studien per Medien-Propaganda gesteigert werden. Der Firmenvernichter McKinsey hat errechnet, dass jeder Deutsche 200 Euro für sein Bargeld bezahlt. Dieses und weitere widersinnigen Argumente wird man uns demnächst in Presse, Funk und Fernsehen so lange präsentieren, bis man uns weichgekocht hat. Dabei übersieht man in diesen manipulativen Studien natürlich gerne Fakten.

Dass mit rein elektronischem Geld Betrügern und Manipulateuren Tür und Tor geöffnet würde, werden Sie garantiert nie aus den Medien erfahren. Probleme beim Online Banking und von Internet Abzocke sind wir eh schon gewohnt. Was passiert, wenn der Strom ausfällt. Auf mögliche Willkür und auf Abhängigkeiten wurde bereits hingewiesen. Hier ist Misstrauen dringend angebracht.

Über die Kombination von Negativzinsen und Abschaffung des Bargelds erhalten die Betreiber des Finanzsystems direkten Zugang auf alle Ressourcen der Sparer. Er hat keine Alternativen mehr als sein Geld schnell auszugeben oder es über die negativen Zinsen zu verlieren. Mit dieser Methode wird die Rückzahlung der weltweit angehäuften Schulden wirklich alternativlos für die Sparer. Sie müssen nicht einmal mehr enteignet werden, denn das erledigen die negativen Zinsen ganz automatisch.

Wer lieber auf persönliche Freiheit und Wohlstand setzt, hat jetzt noch die Chance, sich diesem perfide inszenierten System zu entziehen. Noch ist es möglich, dem Bankensystem sein Geld zu entziehen. Noch ist es möglich, diese „neue Kreatur der Finanzeliten“ zu Fall zu bringen. Wenn wir es schaffen, die eigene Bequemlichkeit zu überwinden und persönliche Disziplin im Umgang mit Geld walten zu lassen, kann ziviler Ungehorsam durchaus erfolgreich sein. Das System lebt ausschließlich von der Nachlässigkeit der Bürger. Deshalb können wir es genau an dieser Stelle ändern.

Informieren Sie sich über die in Deutschland totgeschwiegene Österreichische Schule für Nationalökonomie und über die Partei der Vernunft. Beide zeigen Lösungswege. Der Aufwand ist für Einzelne überschaubar und die Wirkung riesig, wenn Viele mitmachen.

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